Aus „Landwirtschaftliches Wochenblatt“ vom 8. Juni 2007

Am Sonntag ins Kloster

Bürgerengagement lässt ehemaliges Kloster in Clarholz (Kreis Gütersloh) aufblühen / Neues „Museum in der Kellnerei“. Am Sonntag, 10. Juni, erhält das Kloster Clarholz (Kreis Gütersloh) ein eigenes kleines Museum. Unter dem Titel „Leben, Kunst und Frömmigkeit im Kloster Clarholz“ wird es in vier Räumen auf zwei Stockwerken und Fluren Gemälde, Gewänder, Pokale und andere Schätze der Kloster- und Baugeschichte präsentieren.

Das neue Klostermuseum geht auf die Initiative des 1996 gegründeten regionalen „Freundeskreises Propstei Clarholz“ zurück. Der Kreis mit derzeit rund 170 Mitgliedern hat es sich zum Ziel gesetzt, die Kultur und Geschichte des 1133 gegründeten, lange Zeit „übersehenen“ Klosters bekannt zu machen. Das geschieht mit langem Atem und – anders als andere Klostermuseen im Land – weitgehend ohne öffentliche Mittel. Zunächst wurde der sehenswerte Kapitelsaal des Klosters rekonstruiert. Dann folgten die Gärten, und nun also das kleine, aber feine Museum. Es ist in den Räumlichkeiten des einstigen „Cellerars“ eingerichtet – jenes Bruders also, der einmal für die Wirtschaft des Klosters und auch für das Eintreiben der bäuerlichen Abgaben zuständig war.

Die Eröffnung am Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst in der St. Laurentius-Kirche. Ihm schließt sich um 11 Uhr ein Festakt im Kapitelsaal und ein Tag der offenen Tür an.

Das „Museum in der Kellnerei“, so der offizielle Name, ist fortan samstags und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Auf Wunsch können Führungen – auch zu anderen Zeiten – vereinbart werden unter Tel. (0 52 45) 56 46. Weitere Informationen unter www.propstei-clarholz.de. Str.